Zwei Wochen Bangkok waren vorbei — und der Heimweg wurde noch mal ein eigenes kleines Erlebnis. Zurück ging es mit KLM als Flug KL0844 von Bangkok nach Amsterdam, und von dort mit einer kleinen Zubringermaschine weiter nach Hamburg. Gebucht haben wir das Ganze mit Punkten, die wir im Alltag mit Revolut gesammelt haben. Hier ist unser kompletter Bericht.

Die Buchung in Zahlen
RouteBangkok → Amsterdam → Hamburg
AirlineKLM · Flug KL0844
FlugzeugBoeing 777-200ER
KlasseWorld Business Class
Sitze9D & 9G (Mittelpaar, 2. Kabine)
Eingesetzte Punkte170.000 (insgesamt)
Steuern & Gebühren500 €
Gesammelt überRevolut → Flying Blue

Wie wir gebucht haben: Revolut-Punkte statt Bargeld

Der spannendste Teil kommt gleich am Anfang, weil er zeigt, worum es uns auf dieser Seite eigentlich geht. Wir haben den Flug nicht gekauft, sondern mit Punkten bezahlt, die wir ganz nebenbei im Alltag gesammelt haben.

Der Weg dahin: Wir sammeln mit Revolut Punkte beim normalen Bezahlen. Diese Punkte lassen sich zu Flying Blue übertragen, dem Vielfliegerprogramm von KLM und Air France. Von dort aus haben wir die Prämienbuchung gemacht — für insgesamt 170.000 Punkte plus 450 € Steuern und Gebühren.

Wichtig zur Einordnung, weil das oft untergeht: Die 450 € sind echtes Geld, das man trotzdem zahlen muss. Prämienflüge sind nie komplett kostenlos. Trotzdem: 14.830€ hätte der Flug mit normalem Listenpreis gekostet.

Der Sitz: eine eigene kleine Suite in der zweiten Kabine

Unsere Maschine war eine Boeing 777-200ER — kein neues Flugzeug mehr, das merkt man an einigen Stellen. Die Kabine selbst hat uns aber ehrlich überrascht.

Wir saßen in der zweiten Business-Kabine auf 9D und 9G, also dem Mittelpaar. Und genau das war der Glücksgriff: Zwischen den beiden Sitzen lässt sich eine Trennwand hochfahren — und zu den Gängen hin ebenfalls. Damit hatten wir faktisch eine eigene kleine Suite. Nach oben ist alles offen, das heißt: Wer vorbeigeht, kann hineinschauen. Aber sobald man sitzt, sieht man von der übrigen Kabine praktisch nichts mehr.

Für uns als Paar war das die perfekte Kombination. Trennwand runter, wenn man zusammen essen und quatschen will. Trennwand hoch, wenn einer schlafen möchte. Genau diese Wahlmöglichkeit ist der Grund, warum wir das Mittelpaar in Zukunft immer wieder nehmen würden.

Tipp für Paare: Achtet bei der Sitzplatzwahl auf die mittleren Sitze (D und G). Auf vielen Langstreckenjets sind das die Plätze, auf denen man zu zweit am meisten voneinander hat — außen sitzt man zwar am Fenster, aber allein.

Der Empfang an Bord

Kaum saßen wir, ging es auch schon los. Der Purser — also der Chef der Kabinencrew — kam persönlich vorbei und hat sich bei uns vorgestellt. Danach wurden die Welcome Drinks verteilt: zur Auswahl standen Champagner, Orangensaft und stilles Wasser. Der Orangensaft sah nach frisch gepresst aus, und geschmeckt hat er auch so.

Kurz danach kam die Menükarte an den Platz, damit man sich in Ruhe entscheiden konnte, was es später geben soll.

Am Platz lagen außerdem schon das Amenity Kit und die Kopfhörer bereit. Das Kit war richtig ordentlich bestückt: Kosmetiktasche von Marie-Stella-Maris mit Lippenbalsam und Gesichtscreme, Bambus-Zahnbürste, Zahnpasta-Tabs, Schlafmaske, Socken, Ohrstöpsel und ein Stift.

Die Kopfhörer waren Noise Cancelling in KLM-eigenem Branding — und, das muss man sagen, richtig gut. Von der Geräuschkulisse ringsum hat man wirklich nichts mehr mitbekommen, man hört nur noch das, was gerade auf dem Bildschirm läuft. Bei elf Stunden Flug macht das einen riesigen Unterschied.



Das Menü: ein eigenes kleines Restaurant über den Wolken

Wer schon mal überlegt hat, was es in der Business Class eigentlich zu essen gibt — hier ist die komplette Karte. Wir haben sie fotografiert, weil genau das die Frage ist, die uns am häufigsten gestellt wird.

Serviert wurde nach dem Start ein Drei-Gänge-Menü, dann gab es über den Flug verteilt Getränkerunden und kleine Snacks, die man jederzeit ordern konnte — so viel man wollte. Und kurz vor der Landung folgte noch ein Zwei-Gänge-Menü.

Zur Auswahl standen bei der Hauptmahlzeit unter anderem eine vegetarische Zucchini-Lasagne, ein thailändisch inspirierter Teller mit Panang-Hähnchen und Garnelen in Tamarindensauce sowie Rindfleischbällchen in Champignonsauce. Als Vorspeise gab es Garnelen auf Pomelo-Zitrussalat oder eine Kartoffel-Lauch-Suppe.

Auch die Getränkekarte kann sich sehen lassen — Champagner, ein eigens für KLM gemixter Cocktail und eine kuratierte Weinauswahl vom hauseigenen Wine Panel.

Und wie war’s? Die Gänge im Einzelnen

Die Vorspeise: Garnelen auf Pomelo-Salat mit Wachtelei, dazu Rucola-Salat mit Feta, Walnüssen und Granatapfel, frisches Brezenbrötchen und ein Glas Rotwein. Serviert wird das Ganze auf dem typisch blau-weißen Delfter Geschirr — das sieht auf dem Tablett wirklich schön aus.

Die Kartoffel-Lauch Suppe für Genti, als auch die Garnelen für mich waren sehr sehr lecker und man hat sehr die Liebe in den Gerichten geschmeckt. An wenigen Stellen hat man schon gemerkt das man in der Luft ist und es keine richtige Küche natürlich mit an Bord gibt, da es unserer Meinung nach etwas lasch gewürzt war, aber dafür gibt es ja extra eine kleine Portion Salz und Pfeffer mit dazu.

Dazu die Kartoffel-Lauch-Suppe.

Bei den Hauptgängen haben wir uns aufgeteilt — einmal die vegetarische Zucchini-Lasagne mit Tomatenconcassé, einmal die Rindfleischbällchen in Champignonsauce mit Süßkartoffelpüree, Zuckerschoten und Karotten. Wir müssen sagen, die Lasagne war tatsächlich nicht unser persönlicher Fall, aber trotzdem sehr lecker und gerade als vegetarische Variante an Bord perfekt geeignet. Die Rindfleischbällchen haben uns doch schon deutlich mehr etwas für uns, obwohl die Möhren etwas hart waren, hat aber alles perfekt zusammen harmoniert. Zusammen mit dem Parralléle 45, Paul Jaboulet Ainé eine ausgezeichnete Kombi.

Das Dessert war dann noch mal ein kleiner Höhepunkt: Macaron, Pistazien-Financier und ein Karamell-Schokoladen-Mousse-Törtchen, dazu Kaffee — und als kleine KLM-Tradition ein Schokoladen-Grachtenhaus.

Vor der Landung gab es dann noch die leichte Mahlzeit: eine vegetarische Quiche mit Blauschimmelkäse und Tomate, Couscoussalat und ein rotes Früchtetörtchen.

Der Flug selbst

Ganz ehrlich: ruhig war der Flug nicht durchgehend. Über weiten Teilen der Strecke hat das Wetter nicht mitgespielt, und die Maschine ist immer wieder spürbar nach oben und unten gegangen. Richtige Turbulenzen waren es aber nur selten — eher ein ständiges leichtes Auf und Ab.

Gestört hat es uns am Ende trotzdem kaum. Ich selbst, liebe es ja wenn in der Luft auch mal Turbulenzen kommen oder so kleine Luftlöcher beim Landeanflug.

Der Service — der eigentliche Star

Wenn wir eine Sache aus diesem Flug hervorheben müssten, dann den Service. Der war schlicht erstklassig.

Kaum waren wir mit einem Gang fertig, war das Geschirr auch schon abgeräumt — gefühlt innerhalb von Sekunden. Es wurde regelmäßig gefragt, ob wir noch etwas trinken möchten, ob alles in Ordnung ist, ob wir irgendetwas brauchen. Aufmerksam, ohne aufdringlich zu sein.

Das ist genau der Punkt, an dem sich für uns entscheidet, ob sich eine Business Class „richtig“ anfühlt. Ein flaches Bett hat inzwischen fast jede Airline. Eine Crew, die mitdenkt, nicht.

Die letzte Etappe: Amsterdam → Hamburg

Von Amsterdam ging es dann mit einer kleinen Zubringermaschine in gut [X] Minuten nach Hamburg. Nach elf Stunden Langstrecke fühlt sich so ein Kurzstreckenflug ein bisschen an wie der Bus vom Bahnhof nach Hause — unspektakulär, aber genau das, was man dann noch will.

In AMS hatten wir leider nur 1:40h Umsteigezeit, was an sich komplett ausreicht. Vom Ankunftsgate bis zum Abfluggate, inklusive Einreise in die EU haben wir ungefähr 30min gebraucht.
Gerne hätten wir aber noch etwas mehr Zeit in der neuen KLM Crowne Lounge Airport Lounge 50 genossen, da diese doch sehr groß war und ein überragendes Buffet, sowie Aktivitäten bietete, von einem internationalen, herzhaften und süßem Buffet, einer eigenen Bar bis hin zu Duschen, einem Nagelstudio und einer Massagelounge war alles dabei.

Wir empfehlen euch nur, solltet ihr noch durch die Einreise müssen, dies aufjedenfall davor zu erledigen. Wir sind vom Gate B30 wieder abgeflogen und direkt daneben war auch die KLM Crowne Lounge, wir waren allerdings in der Crowne Lounge im Non-Schengen Bereich und hatten so knapp 20min fußläufig zu unserem Abfluggate.

Fazit

Elf Stunden im eigenen kleinen Abteil, ein Menü, das man so auch am Boden bestellen würde, und eine Crew, die einem nichts abschlagen konnte — für 170.000 Punkte und 500 € ist das für uns eine klare Empfehlung. Die Punkte dafür haben wir nebenbei beim ganz normalen Bezahlen gesammelt.

Und ganz nebenbei, durch die Hotelbuchung konnten wir natürlich auch zusätzlich noch wertvolle Meilen sammeln und durch eine 10-fach Aktion bei Miles & More nochmal deutlich erhöhen, zusätzlich haben wir auch eine Meilengutschrift bei weiteren Airlineprogrammen beantragt und unter anderem bei Emirates und Qatar noch eine 3-fach Punkteaktion für booking.com mitnehmen können. 😁

Und das ist der Punkt, um den es uns hier geht: Solche Flüge sind kein Zufall und kein Vermögen. Man muss nur wissen, wo man sammelt und wie man einlöst.

Dafür erklären wir euch auf unseren Socials und in unseren Beiträgen auch deutlich mehr dazu, auch wir ihr nach und nach selbst damit anfangen könnt und so in kürzester Zeit selbst euren ersten Prämienflug buchen könnt.

Wie ihr selbst anfangt, zeigen wir euch in unserem Newsletter — und wer alle Programme sehen will, mit denen wir arbeiten, findet sie auf unserer Partner-Seite.

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In unserem Newsletter zeigen wir jede Woche, wie ihr Meilen sammelt und richtig einlöst.

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